POSITIONEN SZENISCHER FORSCHUNG IX: Sibylle Peters

05.12.2019 / 18.15 Uhr / GB 5-160

Participatory Art Based Research: für eine Demokratisierung der (künstlerischen) Forschung 

In den zwei Hamburger Graduiertenkollegs zu den Themen Versammlung & Teilhabe und Performing Citizenship wurden Arten und Weisen des Forschens entwickelt und erprobt, in denen künstlerische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkamen: In 20 Projekten forschten Künstler*innen und Forscher*innen gemeinsam mit über 750 anderen Expert*innen: Kindern, Nachbar*innen, Aktivist*innen, Migrant*innen, Senior*innen etc. Gegenwärtig werden die entwickelten Verfahren ausgewertet und unter dem Titel „Participatory Art Based Research“ vorgestellt. Ein Ergebnis: Kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Forschung ist im Miteinander ganz heterogener Forschungspartner*innen möglich und dabei womöglich oft fruchtbarer und wirksamer als im rein akademischen Rahmen. Es ist Zeit, das Privileg der Forschung zu hinterfragen und anzugreifen: So wie ein Recht auf Bildung, brauchen wir auch ein Recht auf Forschung.  

Sibylle Peters ist in Forschung und Lehre an den Universitäten in Hamburg, München, Wales, Basel und Berlin (FU) tätig; als Performerin und Regisseurin hat sie zahlreiche Projekte realisiert, u.a. mit der geheimagentur und unter wishfullthinking. Schwerpunkte in Forschung und künstlerischer Produktion sind: der Vortrag als Performance, Theorie der Versammlung, der mediale Gebrauch der Zeit, transdisziplinäre Forschungsprozesse, Theatralität und Evidenz, Theorie des Unwahrscheinlichkeitsdrives. Sibylle Peters leitet im Graduiertenkolleg “Performing Citizenship” den Teilbereich “Kulturelle Bildung und Forschung” und ist die Sprecherin des Kollegs.

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