POSITIONEN SZENISCHER FORSCHUNG XIII: Kai van Eikels

21.05.2021 / 12.00 Uhr / ZOOM

 

Oblique points of entry: Szenische Forschung und Politiken indirekter Wirksamkeit

 

Wenn es uns wirklich darum geht, eine demokratische Befassung mit den dringlichen Anliegen unserer Welt zu ermöglichen, dann bedarf es dazu einer anderen Einlassung auf das Dringende als das von Regierungspolitik, akademischen Wissenschaften und Technologiekonzernen etablierte Regime der Problemstellung und -lösung. Für eine Demokratisierung der dringlichen Situation kommt es darauf an, dass eine beliebige (durch Belieben gefügte) Konstellation von uns sich das Recht auf einen kollektiven Forschungsprozess herausnimmt, der im Spannungsfeld des Endlichen die Zeit einräumt, um auf die Form unseres Einbezogenseins in die Sache zu reflektieren. Szenische Forschung kann diese Reflexion auf die Form dafür nutzen, jenseits der durch Fachkompetenzen vorformulierten Arbeitsteilung und Kooperation ein Vorgehen zu navigieren, das indirekte Wirkungen vorzieht und oblique points of entry wählt. Indirekt heißt: das erste Ziel ist das Glück, es mit DIESEN anderen zusammen zu tun.

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