Foto: Christian Minwegen

Künstlername: Gabriel Carneiro

Name: Gabriel Carneiro

Contact: gabrieljcarneiro@outook.com

Complete portfolio: https://www.flickr.com/photos/102910469@N08/albums

I never thought I could be here and tell you that:

I am an Actor, director, theatrical pedagogue and scenical researcher. My experience in theater and arts started in 2006. I completed at the univertiy Universidade Federal de São João Del-Rei – Brazil – a double degree in theater, bachelor’s and teacher’s degree. I had during the degree an oportunuty to course an international semester at the Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig, Germany, and an internship at the Staatstheater Braunschweig. I am currently coursing the master’s degree Szenische Forschung – Scenical Research – at the Ruhr-Universität Bochum with scholarship from the DAAD institute – Deutscher Akademischer Austauschdienst. I act, direct and/or produce plays and scenical events, artistic interventions, short films and artistic performances always aligning theory and practice. I am interested in the following themes: research of theories and practices on performing arts and radical democracy, body practices as within the framework of the performing and performative arts as a de-colonial rediscovery of the own mental and body abilities, directing and acting as a relational practice, cast preparation as discover from self in contact to others, audiovisual as transversal language with performance, performing arts, scene arts and new media, art and politics, intermidiality. … I hope the text has brought us a little closer 😊

Eu jamais pensei que eu poderia estar aqui e te dizer isso:

Eu sou ator, diretor, pedagogo teatral e pesquisador cênico. Minha experiência no teatro e nas artes começou em 2006. Concluí na Universidade Federal de São João Del-Rei uma dupla graduação em teatro, bacharelado e professor. Durante a graduação tive a oportunidade de cursar um semestre internacional na Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig, Alemanha, e um estágio no Staatstheater Braunschweig. Atualmente estou cursando o mestrado Szenische Forschung – Pesquisa Cênica – na Ruhr-Universität Bochum com bolsa de estudos do Instituto DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst. Atuo, dirijo e/ou produzo peças e eventos cênicos, intervenções artísticas, curtas-metragens e performances artísticas sempre alinhando teoria e prática. Estou interessado nos seguintes temas: pesquisa de teorias e práticas sobre artes cênicas e democracia radical, práticas corporais como dentro da estrutura das artes cênicas e performáticas como uma redescoberta descolonial das próprias habilidades mentais e corporais, direção e atuação como uma prática relacional, preparação de elenco como descoberta de si mesmo em contato com os outros, audiovisual como linguagem transversal com a performance, artes cênicas, artes cênicas e novas mídias, arte e política, intermidialidade. … Espero que o texto nos tenha aproximado um pouco mais 😊

Ich hätte nie gedacht, dass ich hier sein und dir das sagen könnte:

Ich bin ein Schauspieler, Regisseur, Theaterpädagoge und szenischer Forscher. Meine Erfahrung im Theater- und Kunstbereich begann 2006. Ich habe an der Universität Universidade Federal de São João Del-Rei – Brasilien – einen Doppelabschluss in Theater, Bachelor und auf Lehramt erworben. Während des Studiums hatte ich die Möglichkeit, ein Auslandssemester an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig, Deutschland, und ein Praktikum am Staatstheater Braunschweig zu absolvieren. Zurzeit absolviere ich mit einem Stipendium des DAAD-Instituts – Deutscher Akademischer Austauschdienst – den Masterstudiengang Szenische Forschung an der Ruhr-Universität Bochum. Ich arbeite als Schauspieler, inszeniere und/oder produziere Theaterstücke und szenische Veranstaltungen, künstlerische Interventionen, Kurzfilme und künstlerische Performances, immer im Einklang von Theorie und Praxis. Ich interessiere mich für folgende Themen: Untersuchung von Theorien und Praktiken der Darstellenden Künste und der radikalen Demokratie, Körperpraktiken im Rahmen der darstellenden und performativen Künste als nicht-koloniale Wiederentdeckung der eigenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten, Regie und Schauspiel als relationale Praxis, Besetzungsvorbereitung als Entdeckung des Selbst im Kontakt mit anderen, Audiovisuelles als transversale Sprache mit Performance, Darstellende Künste, Szenische Künste und Neue Medien, Kunst und Politik, Intermidialität. … Ich hoffe, der Text hat uns ein wenig näher gebracht 😊

Projekte innerhalb der Szenischen Forschung

Name: Betonoper: DIE TAUBE

Projekt Betonoper: DIE TAUBE von Suse Weber.

Szene III: PARALLELBEWEGUNG I

https://suseweber.wordpress.com/betonoper-die-taube/

Foto: Dr. Heinrich Brinkmöller-Becker / Urbane Künste Ruhr

Video: Suse Weber und Team Betonoper

Schnitt: Gabriel Carneiro

Ruhr Ding: Territorien im Auftrag von Urbane Künste Ruhr 2019

Datum: Mai, Juni 2019

Beschreibung:

Von Mai bis Juni 2019 habe ich an der von der Künstlerin Suse Weber organisierten Ausstellung „Betonoper: Die Taube“ teilgenommen. Dabei habe ich mit Kommilitonen der Studiengänge Szenische Forschung und Theaterwissenschaft gearbeitet. Bei diesem Projekt ging es hauptsächlich darum, durch Kooperation und Erprobung einen kreativen offenen Prozess zu schaffen. Die zuvor gewählten Materialien der Künstlerin Suse Weber wurden zu den Materialien der von Weber eingeladenen Künstler und die Materialien der Studierenden der Ruhr Universität Bochum hinzugefügt. Die Ausstellung „Betonoper: Die Taube“ war Teil des Festivals „Ruhr Ding: Territorien“. Jedes Jahr findet das Festival in verschieden Städte des Ruhrgebiets statt. 2019 zeigte das Ruhr Ding: Territorien 22 Kunstprojekte in vier Städten, nämlich Bochum, Dortmund, Essen, und Oberhausen.

Name: Szenisches Projekt I

Szenische Projekt I. A sacrificial system

Fotos: Robin Junicke

Datum: Januar 2020

Beschreibung:

Der achte Jahrgang des Masterstudiengangs Szenische Forschung der Ruhr-Universität Bochum arbeitete mit der Regisseurin und Choreografin Claudia Bosse ( theatercombinat Wien) zusammen im Rahmen der Christoph Schlingensief-Gastdozentur, gefördert durch die Kunststiftung NRW. Die gemeinsame Arbeit fokussierte sich auf performative Assemblagen und Konstellationen von Körper und Material im Raum zum Thema “sacrifice“. Die entstandenen Arbeiten der Student*innen wurden am 18.01.2020 ab 19 Uhr in den Rottstr5-Kunsthallen der Öffentlichkeit gezeigt. Individuelle Fragestellung lautete: Was heißt, angesichts des Begriffs „kultureller Austausch“ nach Heiner Müller und der „Kulturellen Antropophagie“ nach Oswald de Andrade, die Auseinandersetzung mit den Rollen des Täters und des Opfers im Rahmen einer performativen Auseinandersetzung?

Name: Found and Lost

Instalative Performance in Rahmen der NRW Dozentur mit Sebastian Blasius.

Fotos: Gabriel Carneiro, Marie Hewelt, Christian Minwegen

Datum: Dezember 2019.

Beschreibung:

Das Konzept der instalativen Performance könnte als eine Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit oder Sinnlosigkeit von Arbeit betrachtet werden. Aus dieser Auseinandersetzung heraus entstand in unserem Arbeitsprozess die Frage nach Wert, sie stand nicht am Anfang des Prozesses, sondern entwickelte sich aus ihm heraus. Zudem bleibt die stattgefundene Veränderung durch das Wiedereingraben der bearbeiteten Steine für die Öffentlichkeit nahezu verborgen. Nur wir als Ausführende und die Teilnehmer*innen, die sich der Prozession am Ende der Präsentation anschlossen, wissen um den Inhalt und den Kontext der beiden entstandenen Grabungsflächen.

Ein Profil-Trailer ist auf dem Link zu finden:

https://youtu.be/IzayBAmzNCo

Fotos mit dem Name: (Un)gerüstet zum Lebenskampf

Teilnahme als Performer an Projekt von Sebastian Blasius in Krefeld

Fotos: Therese Schuleit.

Datum: Oktober 2019.

Das Projekt im Kontext von ‚Bauhaus100‘ in Krefeld verbindet Elemente des Swingtanzens mit der Archaik des Boxens, um die Utopie des Bauhauses ebenso wie unsere Gegenwart zu befragen. Im Zentrum der installativen Performance steht ein Buzzer aus dem Kontext von Quizshows. Damit performative Sequenzen im Raum passieren, muss jemand der Zuschauer*innen ihn betätigen. Hörbar wird dann Swing, einige Performer*innen treten hervor und tanzen gekonnt, auch die Zuschauer*innen können nach Belieben einsteigen. Die Swingsequenzen dauern einige Momente an, brechen dann ab und werden erst auf erneuten Knopfdruck fortgesetzt. Aus den Tanzsequenzen schält sich allmählich ein Boxkampf heraus, der den Mechanismus des Buzzerdrückens mit realer Gewalt kurzzschließt und mehrere gesellschaftliche Fragen aufwirft. Auch zur Fortsetzung des Boxkampfs muss stets der Buzzer gedrückt werden. Die Zuschauer*innen sehen sich in einen Dissens verwickelt, ihre Schaulust zu befriedigen oder durch ausbleibendes Buzzerdrücken das Ende der Aufführung zu verantworten – sie müssen sich selbst aktiv zu Fragen der Solidarität verhalten.

Regie: Sebastian Blasius / Installation: Ralf Ziervogel / Sound: Bojan Vuletic
Performance: Miriam Arnold, Alina Reißmann, Jakob Boeckh, Gabriel Carneiro, Adrian Sky Karategin, Gabriel Ruscic

Name: Mapping of affections – Eine Kartierung von Zuneigungen – Performative Installation von Gabriel Carneiro und Roberta Medina in Rahmen von Trampolin 2020

 

Preciso de segredos para viver

E eis que depois de uma tarde de ser quem eu sou

E de acordar a uma hora da madrugada em desespero

Eis que as três horas da madrugada, acordei e me encontrei

Fui ao encontro de mim, calma, alegre, plenitude sem fulminação

Simplesmente eu sou eu, e você é você

É lindo, é vasto, vai durar

Eu não sei muito bem o que vou fazer em seguida

Mas, por enquanto, olha pra mim e me ama

Não, Não!! tu olhas pra ti e te amas

Isso é o certo

(Clarisse Lispector)

Beschreibung:

Das Projekt Mapping of Afections ist eine Entwicklung der Arbeit bei dem Seminar „Formen an den Rändern der Wissenschaft“. Bei dem Projekt habe ich mit autobiographischen Narrativen auseinandersetzt indem ich meine körperlichen Aktivitäten zu Zeit der ersten Phase der Pandemie zwischen März und August 2020. Das Ziel ist eine Art „mapping of affections“ der Quarantäne in verschiedenen künstlerischen Formaten zu entwickeln. Die Formate sollen mein Verhältnis zu Gefühlen, Memories, Gedanken, körperliches Training usw., die mir während der Quarantäne aufgefallen haben. Erstmal habe ich Fotos und Texte produziert, anhand von dem ich Bedeutung erzeugen möchte. Die Fotos stellen visuelle Performances vor, die mir in Verhältnis zu verschiedenen Bedrohungen als Montage darstellen. Da ich während der Isolation zu meinem eigenen Körper und Gedanken zurückschauen wollte, habe ich dann spielerisch mit meinem Skelet als Illustration von sozialen Fragen in meinem Sicherheitsraum gespielt. In Fotoperformances, bzw. Fotomontagen, stelle ich bestimmten Situationen, die kritische, komische, ironische oder zynische Bedeutungen erzeugen. Die Texte sind dramaturgischen Versuchen mit sozialen Themen, politischen Fragen, persönlichen Memories und vermischen wissenschaftlichen und individualen Strategien.

September 2020 wurde eine performative Installation im KunshausEssen in Rahmen von Trampolim 2020 mit der Kooperation der Künstlerin Roberta Medina anhand der Fotoperformances und Texte entwickelt.

Ein Video ist unter dem folgenden Link zu finden:

Skizzen und kleine Projekte

Name: Skizzen und kleine Projekte

Student MA. Szenische Forschung. Ruhr-Universität Bochum

Zeitraum: 2019/2020

Unter Skizzen sind Fotos und Videos von eigenen Mikro-performances und szenischen Übungen Teil von Lehrveranstaltungen der RUB oder von besuchten Residenzen in Rahmen der darstellenden und performativen Kunst. Einige Projekte scheitern oder werden nicht fortgesetzt. Einige Projekte erweisen sich für die weitere Arbeit als uninteressant, doch jedes Projekt, egal ob es funktioniert oder nicht, ist in der Lage, ein anderes neues Wissen zu vermitteln oder zu hinterlassen. Einige Werke sind vergänglich oder richten sich an ein sehr eingeschränktes Publikum. Nicht jedes Projekt braucht ein großes Publikum.

Indem ich meine Projekte analytisch betrachte, ist es möglich, die Fähigkeit zu entwickeln, Entscheidungen darüber zu treffen, was mich als künstlerische Praxis und szenische Forschung wirklich interessiert oder nicht. Es wird mir jedoch empfohlen, unruhig zu bleiben und nicht aufzuhören, mit anderen Formaten und Kreuzungen zwischen künstlerischen Ausdrucksformen und Wissensformen wie Technologien und Naturwissenschaften zu experimentieren. Es gibt kein Muss, wenn man etwas sichtbar machen möchte! Se mantenha inquieto Gabriel!

Ein Trailer mit Teilen von Skizzen ist online zur Verfügung.