Ich bin seit 2019 Teil des Studiengangs Szenische Forschung. Zuvor absolvierte ich meinen Bachelor der Bildenden Kunst in Breda (NL), wo ich zum Abschluss gemeinsam mit meinen Kommiliton*innen ein Musical inszenierte, um die Präsentationsformen und den Individualismus einer klassischen Graduation-Show an der Akademie zu befragen. Seither interessieren mich Fragen nach Machtstrukturen und der Organisation kollektiver Arbeit, die es in der Praxis zu überprüfen gilt. Ebenso beschäftigt mich das Verhältnis des Publikums zu den Performenden und zu dem zu verhandelnden Gegenstand.

Häufig stellt sich mir die Frage: Wer führt hier eigentlich die Regie? Und welche Konsequenzen hat das? Innerhalb des Studiums der Szenischen Forschung haben sich für mich neue Forschungs- und Interessengebiete aufgetan. Durch einen kollektiven Gedanken des miteinander Lernens stellt sich mir vermehrt die Frage nach der Sorge füreinander, der Sorge für einen gemeinsamen Forschungsgegenstand

Wer spricht in diesem Moment aus welcher Perspektive und warum? Und warum sind manche gar nicht zu hören?

Ich agiere gerne als Beobachterin und suche in meinen Arbeiten nach Wegen, das Erlebte zu analysieren, wiederzugeben und womöglich aus einer anderen Perspektive zu denken. Darin spielen Körper im Raum sicherlich eine große Rolle. Doch kann auch die Pflanze, welche wortlos in der Ecke steht, ein solcher Körper sein. Ich möchte es schon lange schaffen, einen ganzen Raum zu bauen, welcher konsequent vorgibt, wie Körper sich in ebendiesem zu verhalten haben – um zu sehen, wie ebendieser unterwandert werden kann.

Projekte

Retreat von Szenische Forschung: trampolin 2019

Dokumentation des Retreat bei szenische forschung: trampolin 2019 im Kuntshaus Essen.

©Alexander Schneider

a sacrificial system im Rahmen der Christoph Schlingensief-Gastprofessur 2020 mit Claudia Bosse in den Rottstr-5-Kunsthallen Bochum

©Robin Junicke